Unternehmertreffen Celle

Allgemein



Am Mittwoch, 15. August 2018 besuchten wir unser neues Mitglied „Pflegeteam Ann-Kathrin Macke“ in Hambühren.

Es war eine Betriebsbesichtigung, in der wir viel erfuhren über die häusliche Pflege und was alles dazu gehört.
Von der direkten Pflege und Betreuung vor Ort über Dokumentation, die hier völlig papierlos funktioniert, bis zur Organisation.

Ann-Kathrin Macke ist eine Frau vom Fach, die es in kurzer Zeit geschafft hat, alles zum Laufen zu bringen und am Laufen zu halten.
Organisation ist wichtig und funktioniert auch papierlos einwandfrei, wenn es einmal vernünftig geplant und eingeführt ist.

Im Mittelpunkt unserer Pflege steht der Mensch!

Beginn 19:00 Uhr, Ende ca. 21:30 Uhr 

Am Anger 1 | 29313 Hambühren/Ovelgönne 

Es war ein sehr interessanter Abend und wir kamen mit hohen Erwartungen nach Ovelgönne.
Ist es tatsächlich möglich, eine papierlose Altenpflege auf die Beine zu stellen?
Wie lässt sich das realisieren, wo wir doch immer von dem vielen Papierkrieg und den endlosen Aktenbergen hören. Von Patientendokumentation bis zum Qualitätsmanagement usw.
Wie sieht die häusliche Pflege heute aus und was erwartet uns selber, wenn wir einmal pflegebedürftig werden?

Wir wurden herzlich empfangen von Ann-Kathrin Macke und Ihrer Pflegedienstleitung, Frau Stefanie Dressel.

Wir erfuhren viel über die neuen Pflegegrade, die Zuschüsse der Pflegekassen und wie man seine finanzielle Belastung im Pflegefall reduzieren kann.
„Die Töpfe sind voll, wir müssen es nur beantragen.“

Dann folgte ein Besichtigung der Betriebsräume. (Wir konnten übrigens keine Aktenordner entdecken).
Die Firmenfarbe des Pflegeteams Hambühren ist ein helles, freundliches grün, dass sich von den Fahrzeugen, über Möbel bis zur Wanduhr wiederfindet.
Ein gelungenes Konzept, bei dem man überall an die gute Planung erinnert wird.

Dann ging es weiter mit dem papierlosen Büro. Wir erfuhren, dass der Hauptbestandteil des papierlosen Büros eine Software von BOS&S ist.

Diese Software befindet sich auf den Rechnern in den Büroräumen und auf jedem Smartphone der Mitarbeiter.
Jeder Mitarbeiter hat sein eigenes Smartphone, dass durch ein Sicherheitsverfahren gegen Angriffe geschützt ist.
Von persönlicher PIN des Benutzers bis zu VPN-Tunnel und Sicherheitssoftware ist alles im Paket enthalten.
Es beginnt schon damit, dass sich die Mitarbeiter schon zu Hause informieren können, welche Arbeiten heute anliegen.
Das passiert über das öffentliche Internet (VPN) oder das eigene WLAN.

In der Firma holen sich die Mitarbeiter gemäß Ihrer Arbeits- und Kundenliste die Schlüssel aus einem Schlüsseltresor und beladen das Firmenfahrzeug mit den Dingen, die heute gebraucht werden.
Ein Übergabeprotokoll von anderen Pflegern wird für jeden Kunden angezeigt. Hier können auch Hinweise und Anweisungen der Pflegedienstleitung oder von Frau Macke eingefügt sein.
Alle Adressen der Kunden erscheinen per Knopfdruck auf dem Smartphone und Google Maps zeigt eine optimierte Fahrstrecke zu den einzelnen Adressen an.

Beim Patienten angekommen, wird die vor Ort-Pflege durchgeführt und im Smartphone dokumentiert. Dabei ist schreiben und tippen überflüssig, denn die meisten, diesen Patienten betreffenden Arbeiten, sind bereits als Vorlage im Smartphone hinterlegt. Es besteht aber auch die Möglichkeit, Texte zu sprechen, die per Spracherkennung in Text umgewandelt werden. Auf diese Patientenunterlagen können auch die behandelnden Ärzte zugreifen.
Ganz ohne Papier geht es dann doch nicht, denn es ist erforderlich, beim Patienten eine Papierversion mit grundlegenden Dingen zu hinterlegen. Änderungen an diesem Papier sind aber selten.

Nach der Vor Ort-Pflege treffen die Pflegekräfte in der Firma ein und alle Daten werden per WLAN auf den Rechner im Büro übertragen.
Hier wird sofort in den verschiedensten Tabellen eingetragen, wie Lange der Einsatz gedauert hat und welche Tätigkeiten durchgeführt wurden. Natürlich wird auch der Materialeinsatz dokumentiert.
So ist es an jedem Tag möglich, einen sehr genauen Überblick über Arbeitszeiten, Dienstleistungen und Material zu erhalten. Auch eine Rechnungsstellung ist dadurch jederzeit ohne weiteren Aufwand möglich.

Keine Zettelwirtschaft, alles ist in der EDV gespeichert und sofort abrufbar. Mitarbeiter haben nur Zugriff auf die Daten ihrer Patienten.
Natürlich gibt es vor Ort auch eine Buchhaltung und Abrechnung von Mitarbeitergehältern und Rechnungen an die Pflegekassen und bei privaten Patienten auch die erbrachten Zusatzleistungen.
Alle Daten sind in einer externen, gesetzeskonformen Datensicherung hinterlegt.

Ja, das papierlose Büro funktioniert sehr gut. Die Anschaffungskosten sind überschaubar pro Mitarbeiter für Smartphone und Software der Mitarbeiter. Die Gesamtkosten sind bei der Anschaffung deutlich höher, denn es kommen viele Komponenten hinzu.
Von den PCs im Büro über die Software und die Datensicherung gibt es viele Einzelpunkte, die zu berücksichtigen sind. Frau Macke sagte uns, dass sie lange auf Messen bei verschiedenen Herstellern Informationen eingeholt hatte, bis sie sich am Schluss für diesen Anbieter entschieden hat. Übrigens reicht für alle diese Anwendungen eine Internetgeschwindigkeit von 16 Mbps aus.

Wir bedanken uns bei Frau Macke und Frau Dressel für diese gelungene Informationsveranstaltung und Firmenführung.
Danke auch für die sehr leckeren Schnittchen und Getränke.

Wir wünschen Frau Macke und Ihrem Team weiterhin viel Erfolg und ihren Patienten weiterhin die beste Pflege, die man haben kann.

(GM)